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veröffentlicht am 21.05.2017

Presseinformation Nr. 18 - Hauptausschuss tagte

Sport als verlässlicher Partner

  Hessens Sport ist und bleibt eine der wichtigsten gesellschaflichen Kräfte des Landes. Zahlreiche Projekte zum Thema Inklusion, die Etablierung der tägli- chen Sportstunden an Grundschulen oder die Integration von Ge üchteten – die Aufgaben, die der Sport täglich bewältigt oder in der Planung hat, decken ein breites, gesellschaftsrelevantes Spektrum ab. „Ohne den Sport wäre unser Land ärmer und es würde in unserer Gesellschaft viel weniger passieren“, lobte Hes- sens Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, denn auch am Wochenende in Frankfurt das, was innerhalb des Landessportbundes Hessen e.V. (lsb h) geleistet wird. Vorangegangen war die Sitzung des lsb h-Hauptausschusses. Hier zeigte sich: Der organisierte Sport arbeitet zielgerichtet und ist gut aufgestellt. Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben, „kann die Höhe der gesetzlich festgeschriebenen Förderung für den Landessportbund aber nicht auf Dauer festgeschrieben sein“, sagte Landessport- bund-Präsident Dr. Rolf Müller in Richtung Landespolitik.

Die Anregung, über die Fördersumme von derzeit jährlich 20,117 Millionen Euro nachzudenken, basiert nicht nur auf dem notwendigen Engagement der Organisation für die Gesellschaft. Der Sport entwickelt sich auch in sich selbst weiter. Beispiel dafür sind neue Sportarten und Sportverbände, die unter das Dach des Landessportbundes Hessen wollen. So der Frisbeesport-Landesverband Hessen e.V. Der wurde von den Delegierten ohne Gegenstimme in den lsb h auf- genommen. Vertagt wurde demgegenüber die Beschlussfassung über die Auf- nahme des Cheerleading und Cheerdance Verband Hessen e.V. Hier müssen noch Gespräche geführt werden.

Unabhängig davon bedeuten steigende Mitgliedschaften – nunmehr sind 55 Sportfachverbände im Landessportbund organisiert – für die einzelnen Verbän- de kleiner werdende Förderanteile. Ergo müssen Überlegungen zu Finanzierung angestellt werden.

Wie effektiv der Landessportbund mit seinen Mitteln umgeht, wurde aus dem Bericht der Vorsitzenden des Sportjugend Hessen, Juliane Kuhlmann, und des lsb h-Vizepräsidenten Helmut Meister, deutlich. Kuhlmann verwies auf einen Sportjugend-Haushalt mit leichtem Überschuss und gleichzeitig auf Projekte, beispielsweise zur Stärkung von Demokratie, für die man Mittel eingeworben habe.

Helmut Meister legte einen in Einnahmen und Ausgaben in Höhe von gut 32 Millionen Euro ausgeglichen Abschluss für das Jahr 2016 vor. Gleichzeitig wies Meister auf die derzeit statt ndende, energetische Sanierung des Verwal- tungsgebäudes des Landessportbundes und auf den geplanten Bau einer neu- en, doppelstöckigen Sporthalle hin. Das 12-Millionen-Euro-Projekt soll Mitte 2018 bezugsfertig sein.

Mit der neuen Halle wird der deutlich gestiegene Bedarf an Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten gedeckt. Der ist nicht nur im Spitzen-, sondern auch im Breitensport vorhanden. Die Ausbildung und Quali zierung von Übungsleitern gehört dazu. Die werden beispielsweise im Bereich Gesundheit benötigt. Ein Thema, das immer wichtiger wird, wie Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt er- läuterte. Von den etwa 7.800 hessischen Sportvereinen halten 2.180 Gesund- heitsangebote vor. 1.150 Verein sind dabei mit dem Siegel „Sport pro Gesund- heit“ zerti ziert. Insgesamt kümmern sich 3.200 ausgebildete Übungsleiter in den Vereinen um das Thema.

In Sachen Spitzensport setzt der Landessportbund Hessen auf einen „Hes- sischen Weg“ wie Vizepräsident Lutz Arndt erläuterte und Präsident Dr. Rolf Müller auch in seinem Rechenschaftsbericht anmerkte. Vor dem Hintergrund der Spitzensportreform auf Bundesebene wird in Hessen derzeit wird überlegt, wie beispielsweise Anpassungen im hessischen Fördersystem, unter anderem im Bereich der Förderung der Nachwuchs-Leistungssportler aussehen können.

Den „Nachwuchs“ hat der Landessportbund auch aus anderer Perspektive im Blick. Mit der Kampagne „Sport bildet und bewegt – Schule und Verein“ macht der Landessportbund auf die positiven Auswirkungen des Sporttreibens im Kontext mit Bildung hin. Beispiel: Grundschüler, die täglich eine Sportstunde haben, sind ausgeglichener, zeigen ein gutes Sozialverhalten und lernen bes- ser. Der Landessportbund Hessen wolle deshalb in fünf Sportkreisen in Modell- projekten Schulen für die tägliche Sportstunde begeistern, wie Vizepräsident Prof. Dr. Heinz Zielinski erläuterte.

Weiterhin ausgebaut werden soll die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen auch im Bereich der Ganztagsbetreuung bis hin zur Übernahme der Trägerschaft der Ganztagsbetreuung durch Sportvereine. Das funktioniert frei- lich nur ab einer bestimmten Vereinsgröße und -ausrichtung. Unabhängig da- von können sich dieSportvereine weiter auf den Landessportbund verlassen. Der hält sein Versprechen, die Zuschussanträge für Baumaßnahmen und zur Anschaffung langlebiger Sportgeräte innerhalb von sechs bis längstens neun Monaten zu bescheiden, wie Vizepräsident Rolf Hocke erläuterte. Der Lan- dessportbund bleibt also verlässlicher Partner für die Vereine und für die Ge- sellschaft des Landes.

Landessportbund Hessen e.V.

Kommunikation und Marketing

Otto-Fleck-Schneise 4 60528 Frankfurt

Fon 069 6789-262 Fax 069 6789-300

oeffentlichkeit@lsbh.de

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